Funktionelles Beckenbodentraining nach dem „Tanzberger Konzept“

Das funktionelle Beckenbodentraining fördert die Wahrnehmung, die Flexibilität, die Stabilität und die Entspannung. Durch Information, gezielte Übungen, Haltungsschulung, Erkennen ganzheitlicher Zusammenhänge und spielerischer Vermittlung entsteht Vertrauen zu unserem Körper, seiner Funktionen und unserer Selbstbestimmung. Dabei kommen Konditionierungen im Trink-, Speicher- und Entleerungsverhalten der Blase zur Sprache, werden analysiert und offene Fragen zu diesem Thema können besprochen werden.
 
Dieses Training richtet sich an Frauen, Männer und Kinder zur Prävention und Therapie von Funktionsstörungen des Beckens- und Kontinenzsystems.
 
Das Becken als Fundament unserer Wirbelsäule und als Zentrum der Körpers trägt zur Aufrichtung, Stabilität und Regulierung bei. Ein durchlässiger, flexibler Beckenboden verhindert Organabsenkung, Harn- und Stuhlinkontinenz. Myofasziale Strukturen innerhalb der Beckenbodens und des gesamten Körpers verbinden Muskeln von Bauch, Beinen, Rücken, Kiefer und Zwerchfell miteinander. Sie bilden so eine kraftvolle Einheit des gesamten Körpers.
 
Anlässe für ein solches Training können Probleme mit einem geschwächten Beckenboden sein dem Kraft, Flexibilität und Stabilität fehlt, ebenso bei Harn- und Stuhlinkontinenz, sowie Blasen- und Gebärmuttersenkung.
 
Instabilität der Körpermitte und der Balance können auch auf psychischer Ebene Irritation hervorrufen.
 
In der Gruppe:
 
Das Ziel dieses Präventionskurses, ist die Beckenbodenfunktion organisch zu erhalten, zu aktivieren und die systemischen Zusammenhänge zu erkennen und verstehen zu lernen.
 
  • funktionelle Anatomie der Strukturen des Beckenraumes
  • Physiologie von Speicherung und Entleerungsverhalten
  • Funktionelle Soforthilfe für kontinentes Husten und Niesen
  • Aufschubstrategien bei unzeitigem Drang
  • Erkennen von Alltags- und Fehlhaltungen
  • Durchführung eines Miktionsprotokolls der Blase (Entleerungsprotokoll)

Durch Anschauungsmaterial, taktiler Reize, Körperwahrnehmungsübungen, Austausch, Wiederholungen sowie kinästhetischer Erfahrungen besteht eine große Chance neue Blickwinkel und Aspekte kennenzulernen.
Den eigenen Körper zu entdecken, macht Freude und weckt die Neugier.
Die Kommunikation in der Gruppe schult, Erlebtes und Erfahrenes zu reflektieren, zu benennen und sich der relevanten Zusammenhänge bewusst zu werden. Die gemeinsamen Erfahrungen bieten soziale und emotionale Unterstützung, bestärken die Motivation sowie das Durchhaltevermögen.

Der Kurs beinhaltet 10 Einheiten je 90 Minuten und wird geschlechtergetrennt durchgeführt, mit maximal 6 Teilnehmer*innen.
Durch eine Teilnahmebescheinigung am Ende dieses Kurses kann bei der Krankenkasse ein Zuschuss beantragt werden.